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OSTKUESTE

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Lindos

Laut Homer in der "Iliade", wurde Lindos, durch die Dorier ungefähr zur gleichen Zeit wie Kamiros und Ialyssos, vermutlich im 12. Jahrhundert vor Christi gegründet. Die Insel Rhodos schickte neun Schiffe zum Troja Krieg und sie stammten wahrscheinlich alle aus Lindos. Dieses scheint zu bezeugen, dass Lindos damals die stärkste der rhodischen Städte war. Schon im 7. Jahrhundert vor Chr. gibt es Berichte über lindische Kolonien und darüber, dass die Flotte von Lindos sich den größten Teil des Handels und der Schiffsfahrt im Mittelmeer erobert hatte. Die Lindier waren die ersten, die ein Seefahrtsgesetz erstellten, das später als "Rhodisches Gesetz" bekannt wurde. Es diente als Basis für den Römischen Schifffahrtskodex und ist auch die Grundlage für das heutige Seerecht.

Die Macht der Stadt erreichte ihren Höhepunkt im 6. Jahrhundert vor Chr. hauptsächlich unter der Herrschaft des Kleovoulos, die mehr als 40 Jahre anhielt. Kleovoulos wurde als einer der Sieben Weise der Antike betrachtet und war der erste, welcher der Meinung war, dass öffentliche Bauarbeiten durch die Sammlung von Geldern der Bürger finanziert werden konnten.

Die Akropolis und das Gebiet, das sie umgibt, wurden zwischen 1902 und 1912 ausgegraben. Die Akropolis befindet sich auf einem fast dreieckigen Felsen, der 116 Meter hoch und auf seiner nördlichen Seite breiter und niedriger ist und auf der Südseite seine Höhe über vier stufenartige Ebenen erreicht.
Auf dem höchsten Punkt, auf der vierten Ebene, steht der renovierte Tempel der Athena Lindia. Die Lindier waren sehr stolz darauf, dass die Göttin Athena in Lindos verehrt wurde, bevor sie überhaupt in Athen angebetet wurde, und nannten sie deshalb "Athena Lindia". Unter diesem Namen wurde sie auch in den alten Schriften gefunden.

Um die Akropolis zu erreichen, schlendert der Besucher durch die gepflasterten Gassen des mittelalterlichen Dorfes und steigt über die breiten Stufen hoch zum antiken Heiligtum.

Heutzutage hat Lindos ungefähr 1 000 Einwohner und ist höchstwahrscheinlich das berühmteste Dorf Griechenlands, zumindest bei den Ausländern. Genau wie die Altstadt von Rhodos steht das Dorf unter Denkmalschutz und konnte so den Großteil seines traditionellen Flairs erhalten. Es ist das beliebteste Ziel für Ausflüge auf der Insel; jeden Tag empfängt es Tausende von ausländischen und einheimischen Besuchern, die ankommen, um das Dorf und die Akropolis zu bewundern und an den hübschen Stränden zu schwimmen.

Im Dorf findet man heute noch viele Häuser aus den 16., 17. und 18. Jahrhunderten, die als Kapitänshäuser bekannt sind. Ihre Architektur und Dekoration sind einzigartig in der griechischen Welt.



Epta Piges

Auf dem Weg von Kolymbia nach Archipolis befindet sich eines der romantischsten Plätzchen von Rhodos: Epta Piges, was so viel wie Sieben Quellen bedeutet, ist ein Beispiel der besonderen Schönheit des Landesinneren. Es ist ein kühler, schattiger Ort, der von Wäldern umgeben ist. Das hübsche, grüne Tal besitzt sieben Quellen und einen kleinen Fluss, der im Sommer nie austrocknet. Sie fließen in einen Stausee, der von den Italienern gebaut wurde. Dieses Wasser wurde damals benutzt, um die Felder von Kolymbia zu bewässern.
Es gibt da Enten und Pfauen, die die friedliche Natur genießen, und eine hübsche Taverne im Schatten der Platanen und Pinien, die erfrischende Getränke und köstliches Essen anbietet. Man sollte auch nicht die aufregende Erfahrung eines Spaziergangs durch den dunklen Tunnel verpassen. Dieser führt durch knöchelhohes Wasser zum kleinen Stausee. Menschen mit Klaustrophobie sollten dem Tunnel fern bleiben.



Kallithea

Wenn man Rhodos-Stadt verlässt und an der Ostküste entlang in Richtung des bekannten Badeortes Faliraki fährt, sieht man auf der linken Seite die Thermalbäder von Kallithea, die am Anfang des 20. Jahrhunderts während der italienischen Besatzung für die italienische Aristokratie gebaut wurden.
Heutzutage funktionieren sie nicht mehr, es gibt da keine Quellen mehr, aber in den zwanziger und dreißiger Jahren war ihr Wasser, das Magen- und Darmkrankheiten heilte, weltbekannt.
Die Gebäude der Anlage wurden vor kurzer Zeit auf sehr schöne Weise renoviert. Ihre interessante Architektur, der hübsche kleine Strand und die zahlreichen Palmen machen aus Kallithea einen der eindrucksvollsten und magischsten Orte auf Rhodos.
Es lohnt sich, in Kallithea ein bisschen Zeit zu verbringen, um sich die Gebäude und die Ausstellungen von alten Fotos anzuschauen oder um am Strand einen Drink einzunehmen und schwimmen zu gehen.


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